{"id":1625,"date":"2014-08-11T19:32:05","date_gmt":"2014-08-11T17:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/?p=1625"},"modified":"2021-07-25T15:28:16","modified_gmt":"2021-07-25T13:28:16","slug":"die-glienicker-brucke-brucke-der-spione","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/die-glienicker-brucke-brucke-der-spione\/","title":{"rendered":"Die Glienicker Br\u00fccke: Br\u00fccke der Spione"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin, &#8220;ewige Stadt der Spione&#8221;. Wer wei\u00df es besser als John le Carr\u00e9? In der Tat: so nah standen sich die politischen Akteure des Kalten Krieges nirgendwo anders. So nah an ihnen wollten Agenten aller Welt hier ihre Leistungen anbieten. Schon nach der Blockade 1948-49 entwickelte sich Berlin zum Agentenmagnet.<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal lief es schief. Agenten wurden entdeckt, verraten, als Druckmittel benutzt und ausgetauscht. Ein Berliner Schauplatz der Agentenaustausche war die <a href=\"http:\/\/www.glienicker-bruecke.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glienicker Br\u00fccke<\/a>, die im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten von Berlin liegt und die Hauptstadt mit Potsdam verbindet. Hier \u00fcber die Br\u00fccke wurden von den USA und der Sowjetunion Spione ausgetauscht. Heute ist die Br\u00fccke wieder eine Verbindung zur Stadt Potsdam \u2013 mit einer legend\u00e4ren Vergangenheit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/Glienicker_Bruecke_Blick_nach_Osten.jpg\" alt=\"Glienicker Bruecke, Blick nach Osten\" class=\"alignnone size-full wp-image-1627\" srcset=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/Glienicker_Bruecke_Blick_nach_Osten.jpg 1024w, https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/Glienicker_Bruecke_Blick_nach_Osten-266x200.jpg 266w, https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/08\/Glienicker_Bruecke_Blick_nach_Osten-100x75.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/> Foto: Manfred Br\u00fcckels @commons.wikimedia.org<\/p>\n<h2>Von der \u201eBr\u00fccke der Freiheit\u201c zum Schauplatz der Agentenaustausche<\/h2>\n<p>Rund um die 1907 errichtete Br\u00fccke fanden Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen Truppen aus Deutschland und der Sowjetunion intensive Gefechte statt, welche schlie\u00dflich zur Zerst\u00f6rung der Br\u00fccke f\u00fchrten. An der gleichen Stelle wurde 1945 eine provisorische Flussquerung aus Holz errichtet. Nachdem Potsdam zum Sitz der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/kalter-krieg-a-947396.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alliierten Milit\u00e4rverbindungsmissionen<\/a> in der DDR wurde, spielte die Br\u00fccke als offizieller Verbindungsweg zwischen den Westsektoren Berlins und Potsdam eine wichtige Rolle. Ende Dezember 1949 wurde das neue Bauwerk aus Stahl unter dem Namen \u201cBr\u00fccke der Einheit\u201d eingeweiht. Genau in der Mitte verlief die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin.<\/p>\n<p>Nach dem <a href=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/der-mauerbau-wie-alles-begann\/\" title=\"Der Mauerbau \u2013 wie alles begann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mauerbau<\/a> tauschten die verfeindeten Bl\u00f6cke festgenommene Spione auf der Glienicker Br\u00fccke aus. Schon 1962 gab es den ersten Fall. Wolfgang Vogel, der ehemalige DDR-Anwalt, vermittelte seinen ersten gro\u00dfen Austausch. Er bot den Amerikanern ihren im Osten einsitzenden Flugzeugpiloten Francis Gary Powers an, um den Top-Agenten Rudolf Iwanowitsch Abel der Sowjetunion freizubekommen, der in den USA gefangen war. Insgesamt wurden gut drei Dutzend Spione aus der ganzen Welt auf der Br\u00fccke ausgetauscht: Amerikaner, Russen, Tschechen, Bulgaren und Polen. Bei Manchen grenzte die Freilassung fast an ein Wunder. <\/p>\n<h2>Die deutsche Sonderrolle<\/h2>\n<p>Die Agentenaustausche waren ein Deal der Politik. Die Tauschaktionen sollten eigentlich immer geheim bleiben, jedoch sickerte 1985 und 1986 die Nachricht durch. Die Sowjetunion und die USA entschieden sich, trotz Scheinwerferlicht, weiterhin ihre Agenten auszutauschen. Die DDR spielte bei den Aktionen eine wichtige Rolle, denn sie fungierte als Sondervermittler zwischen dem Osten und Westen. Es wurden zahlreiche Freik\u00e4ufe von DDR-Dissidenten arrangiert. Der DDR-Staatschef Erich Honecker erhoffte sich davon Vorteile. Es war f\u00fcr ihn prestigetr\u00e4chtig, da er und die sozialistische Republik auf diese Weise mehr in das Zentrum der Welt\u00f6ffentlichkeit r\u00fccken konnten.<\/p>\n<p>Die deutschen Politiker von Berlin und Bonn spielten beim Agentenaustausch keine vordergr\u00fcndige Rolle, sie leisteten eher stillen Antrieb. Die Bundesrepublik interessierte sich daf\u00fcr, da im Osten Deutsche einsa\u00dfen, welche f\u00fcr die USA eigentlich spioniert hatten und aufgeflogen waren. <\/p>\n<h2>Die Glienicker Br\u00fccke heute<\/h2>\n<p>Direkt nach dem Berliner Mauerfall wurde die Br\u00fccke f\u00fcr den Verkehr wieder ge\u00f6ffnet. Auch heute noch ist sie ein Bestandteil der B1 und gilt als Verkehrsverbindung. Die Glienicker Br\u00fccke ist eine der historisch wichtigsten Stra\u00dfenverbindungen zwischen den St\u00e4dten Berlin und Potsdam. Sie z\u00e4hlt zu den bekanntesten ehemaligen Grenz\u00fcberg\u00e4ngen und gilt als wertvolles Denkmal f\u00fcr die Teilung Deutschlands. <\/p>\n<div id=\"social-media\">\n\t\t\t\t\t\t<span class=\"h3\">Empfehlen und teilen<\/span>\n\t\t\t\t\t\t<ul>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/facebook_icon.png\" id=\"facebook\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/twitter_icon.png\" id=\"twitter\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/googleplus_icon.png\" id=\"googleplus\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/pinterest_icon.png\" id=\"pinterest\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/whatsapp_icon.png\" id=\"whatsapp\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/email_icon.png\" id=\"email\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t<\/ul>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"widget-title-border\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"widget-title-block\"><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, &#8220;ewige Stadt der Spione&#8221;. 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Agenten<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1627,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[37,1],"tags":[8,34],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1625"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1625"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1625\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2354,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1625\/revisions\/2354"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1627"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}