{"id":2103,"date":"2016-02-11T10:50:33","date_gmt":"2016-02-11T08:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/?p=2103"},"modified":"2021-07-25T15:26:34","modified_gmt":"2021-07-25T13:26:34","slug":"der-teufelsberg-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/der-teufelsberg-in-berlin\/","title":{"rendered":"Der Teufelsberg in Berlin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mitten im Gr\u00fcnen in Charlottenburg-Wilmersdorf \u00fcberragt er die Stadt. Einst Abh\u00f6rstation der Amerikaner und Britten ist der Teufelsberg heute ein wahres Naherholungsgebiet und Anziehungspunkt Berlins. Schon von weitem nimmt man das ehemalige Abh\u00f6rgeb\u00e4ude und den Search Tower der US-Armee mit ihren kugelf\u00f6rmigen D\u00e4chern wahr. Die Geb\u00e4ude wirken so unwirklich wie eine Raumstation. Mit seinen 120 Metern H\u00f6he ist er auch der zweith\u00f6chste Berg Berlins. Von da oben guckt man weit \u00fcber den Grunewald, die Havel und die Stadt.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" width=\"1920\" height=\"1077\" src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/01\/Teufelsberg_ehem_Radaranlage.jpg\" alt=\"Der Berliner Teufelsberg \" class=\"alignnone size-full wp-image-2105\" srcset=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/01\/Teufelsberg_ehem_Radaranlage.jpg 1920w, https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/01\/Teufelsberg_ehem_Radaranlage-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/01\/Teufelsberg_ehem_Radaranlage-1024x574.jpg 1024w, https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/01\/Teufelsberg_ehem_Radaranlage-100x56.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/p>\n<h2>Auf den Tr\u00fcmmern der Geschichte<\/h2>\n<p>1937 begannen die Nationalsozialisten an der Stelle mit dem Bau der \u201eWehrtechnischen Fakult\u00e4t\u201c. Schon vorher nutzten sie das Gel\u00e4nde als Ausbildungsst\u00e4tte. Das Projekt blieb wegen des Krieges ein Rohbau und wurde nach Kriegsende zum Fundament f\u00fcr die Aufsch\u00fcttung von Tr\u00fcmmern. Was vom Geb\u00e4ude \u00fcbrig blieb, wurde nach und nach mit Tr\u00fcmmerschutt aufgef\u00fcllt. In \u00fcber 20 Jahren landeten bis 1972 um die 26 Millionen Kubikmeter Schutt auf dem Gel\u00e4nde. Unter dem Teufelsberg ruhen heute etwa ein Drittel aller Berliner Kriegstr\u00fcmmer. Der Schutt wurde schlie\u00dflich mit m\u00e4rkischem Sand und Mutterboden verf\u00fcllt, \u00fcberformt und mit etwa einer Millionen B\u00e4umen bepflanzt. <\/p>\n<h2>Ein Schauplatz des Kalten Krieges<\/h2>\n<p>Die US-Armee entdeckte die k\u00fcnstliche Erhebung nach Kriegsende als idealen Standort f\u00fcr eine gewaltige Abh\u00f6ranlage. Von hier konnte man hervorragend die Flugkorridore zwischen Berlin und Westdeutschland kontrollieren. Sp\u00e4ter betrieb die National Security Agency kurz NSA mit der Field Station Berlin einen wichtigen St\u00fctzpunkt ihres weltweiten Spionagenetzes. Im Laufe des Kalten Krieges operierten hier hochkar\u00e4tige Agenten in heikler Mission. Die f\u00fcnf runden Antennenkuppeln, die heute noch das Wahrzeichen des Teufelsberges sind, hatten Reichweiten bis weit in die Gebiete des Warschauer Paktes hinein.<\/p>\n<p>Bis heute bleibt der Teufelsberg ein R\u00e4tsel. Auch offene Fragen gibt es heute noch: Gab es oder gibt es noch einen Tunnel bis zum Bunker unter dem Rohbau der \u201eWehrtechnischen Fakult\u00e4t\u201c? Laut den Planungen des Generalbauinspektors soll 1939 ein Bunker f\u00fcr 1700 Personen angelegt worden sei. Doch um heute nach einem Zugang von der Station zum Bunker zu suchen, m\u00fcsste man mindestens 100 Meter tief in dem Berg graben. Keine leichte Aufgabe. Wie <a href=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/checkpoint-charlie\/\">Checkpoint Charlie<\/a> diente der Teufelsberg in Film und B\u00fccher als Kulisse wie in <a href=\"http:\/\/www.sebastianfitzek.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sebastian Fitzeks<\/a> Kriminalromanen.<\/p>\n<h2>Ein Tummelplatz f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung<\/h2>\n<p>Nach der Wende \u00fcbertrug das amerikanische Liegenschaftsamt Berlin das Grundst\u00fcck. Alle Versuche einer Neu- und Umnutzung der Field Station scheiterten an der Entscheidung Berlins, aus dem Gel\u00e4nde eine \u00f6ffentliche Erholungsfl\u00e4che zu machen. F\u00fcr Investoren war und ist der Teufelsberg nicht wirklich reizbar. Heute l\u00e4dt der Ort Berliner und Brandenburger zum spazieren, Mountainbiking oder zum klettern ein und im Winter zum Rodeln und Skifahren. Aber auch Drachen- und Gleitschirmflieger genie\u00dfen die gr\u00fcne Fl\u00e4che. <\/p>\n<p>Heute ist der Berg ein Tummelplatz f\u00fcr Alle, ein absoluter Lieblingsplatz vieler Berliner und mittlerweile, es stimmt: kein richtiger Geheimtipp mehr. Wenn Sie mehr \u00fcber die Anlage wissen m\u00f6chten, melden Sie sich bei Marvin Sch\u00fctte \u00fcber die Webseite <a href=\"http:\/\/teufelsberg-berlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teufelsberg Berlin<\/a>. Der P\u00e4chter bietet F\u00fchrungen durch die Abh\u00f6ranlage an.<\/p>\n<p>Foto: &#8220;Berlin, Teufelsberg, ehemalige amerikanische Radaranlage&#8221;, Autor: Axel Mauruszat<\/p>\n<div id=\"social-media\">\n\t\t\t\t\t\t<span class=\"h3\">Empfehlen und teilen<\/span>\n\t\t\t\t\t\t<ul>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/facebook_icon.png\" id=\"facebook\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/twitter_icon.png\" id=\"twitter\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/googleplus_icon.png\" id=\"googleplus\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/pinterest_icon.png\" id=\"pinterest\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/whatsapp_icon.png\" id=\"whatsapp\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t\t<li>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.walkberlin.com\/de\/wp-content\/themes\/stylemag\/images\/social-media\/email_icon.png\" id=\"email\" class=\"socialbtn\" alt=\"\" \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t<\/ul>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"widget-title-border\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"widget-title-block\"><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten im Gr\u00fcnen in Charlottenburg-Wilmersdorf \u00fcberragt er die Stadt. 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