Stadtführungen in Berlin an historischen Plätzen mit WalkBerlin

Lange Nacht der Museen Berlin

Am Samstag, den 31. August 2013 findet die 33. lange Nacht der Museen unter dem Motto „Junge Wilde & Alte Meister“ in Berlin statt. Jung und alt, Generationswechsel und Generationskonflikt, konservatives Regime gegen Revolution: Themen, die seit Jahrzenten Künstler und Historiker beschäftigen. 95 kulturelle Berliner Einrichtigungen greifen diese Themen mit Fantasie und neuen Erkenntnissen in dieser Nacht auf.

Brandenburger Tor

Die Alten und die Jungen

Allein der Hinweis auf die 95 teilnehmenden Einrichtungen sagt viel aus: das Programm der langen Nacht der Museen ist riesig. Am Besten erkundigt man sich direkt auf der Webseite des Veranstalter. Dort kann man sogar sein eigenes Programm erstellen. Auf einer interaktiven Karte zeigen 7 Routen die teilnehmenden Museen, die sich auf der Strecke befinden. Dazu werden Bushaltestellen, Museen und S- und U-Bahnstationen angezeigt. Eine kostenlose App hilft Ihnen an dem Abend mit Informationen zum Programm und zu den Shuttle-Routen.

Schwer also im voraus eine Wahl zu treffen. Spannend ist sicher wie beim Motto, dass sich junge und alte bzw. weniger konventionnelle und etablierte kulturelle Einrichtungen an der langen Nacht der Museen beteiligen. Neben dem Deutschen Historischen Museum oder der Topographie des Terrors bietet z.B. das Deutsche Currywurst Museum eine Ausstellung über das kulinarische Wahrzeichen Berlins oder das Hanf Museum eine Diskussionsrunde um das Thema: „Haschisch spritzen und Stromgitarre spielen“ – Wie geht die Generation 68 mit Haschischerfahrungen um? mit Hans-Christian Ströbele, Abgeordneten der Grünen im Bundestag.

„Meine“ lange Nacht der Museen 2013


Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Morde

„Berlin als Erinnerungslandschaft“ – Stadtspaziergang

Um 18 Uhr ging es vom Holocaust-Denkmal los. Zweieinhalbstunde sind wir von einem Denkmal zum nächsten im und um den Tiergarten gelaufen. Die Tour wurde vor dem Gedenk- und Informationsort für die Opfer der national-sozialistischen „Euthanasie“-Morde beendet aber wir hätten noch weiter gehen können. Der Museumsführer erklärte uns, welche Geschichte sich hinter den Denkmälern verbirgt, unter welchen Umständen sie entstanden sind und warum Berlin ein Ort verschiedener Gedächtnisse ist. Worauf sind die so genannten Stelen des Holocaust-Denkmals zurückzuführen? Warum ist der Kubus des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen „not straight“? Wofür steht das Dreieck auf dem Gelände des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas? Auf diese Fragen und andere ist der Museumsführer ausführlich eingegangen. Ein informativer Stadtspaziergang!


Deutsches Currywurst in Berlin

Das deutsche Currywurst Museum

Voll war das kleine Erlebnis-Museum! Es ist auf jeden Fall ein Besuch wert für Kinder, Jugendliche und ausländische Besucher, die an das kulinarische Wahrzeichnen Berlins interessiert sind. Ich war zum ersten Mal im Currywurst Museum und positiv überrascht. Die Ausstellung über die Geschichte der Currywurst ist interaktiv konzipiert, so dass jeder mitmachen kann. Man betritt einen Raum, der das Wohnzimmer der Erfinderin Herta Heuwer mit Herd und Tisch inszeniert. Kleine und Große Kinder können ihre Sinne mit bei einem Gewürz-Erkennungsspiel testen oder in eine Imbisstube einsteigen. Zum Abend „Lange Nacht der Museen“ konnten Kinder an einem Quizz teilnehmen. Folgende Fragen mußten dazu die kleinsten Besucher beantworten:
Wer hat die Currywurst erfunden?
Wo kann man Currywurst in Berlin essen? Und in der Welt?
Was aber ein Geheimnis bleibt, ist die erste Rezeptur der Herta Heuwer Currywurstsoße. Für die, die den Weg nur deswegen zum Museum machten, gab es als Trost gleich neben dem Currywurstmusseum eine „echte“ Imbisstube mit Currywurst von „mild“ bis „feurig scharf“.


Das Asisi Panorama zum geteilten Berlin

Das Asisi Panorama zum geteilten Berlin

Die Mauer zum bemalen und beobachten, das ist das Konzept hinter Asisis Panorama. Im ersten Raum des runden Panometers sind Fotos der Mauer ausgestellt und weißen Flächen, die zum bemalen einladen. Im zweiten Raum kann man im dunkeln von unten oder von der 18 Meter hohen Plattform auf das Panoramafoto sehen. Es ist eine monumentale Aussicht auf die Berliner Mauer an einem fiktiven Novembertag in den 80er Jahren zwischen Moritzplatz und Engelbecken in Kreuzberg, wo der Künstler gelebt hat. Was sieht man? Mir fielen der graue Himmel, die Mauer, eine Tür in der Mauer, Grafittikünstler, eine Warntafel „You are leaving the american sector“, die Todesstreifen, den Fernsehturm, das Streichelzoo und eine Currywurstbude auf. Szenen und Alltagsgeschichten von Menschen an der Mauer.

Ticket und Programm
Wann: Samstag, den 31.08. von 18.00 bis 2.00
Programm finden Sie hier.
Kombiticket: Museen (ab 18 Uhr) + Shuttle-Busse + öffentliche Verkehrsmittel (Tarifbereich Berlin ABC) von 15 bis 5 Uhr.
Preis: 18 €, ermäßigt 12 €. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

Diskussionsrunde
Thema: War die NS-Machtübernahme auch Ausdruck eines Generationenkonflikts?
Gespräch zwischen Wolfgang Benz und seiner Tochter Angelika Benz – beide Historiker um 21.00 Uhr.
Ort: Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Mehr Informationen dazu auf der Seite der Stiftung.

Diskussionsrunde: „Haschisch spritzen und Stromgitarre spielen“ – Wie geht die Generation 68 mit Haschischerfahrungen um?
Ort: Hanf Museum, Mühlendamm 5, 10178 Berlin-Mitte
Wann: Am 31.08.2013 um 18 Uhr

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